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Zahnfehlstellungen

Überbiss: Ursachen, Folgen und Behandlungsoptionen

Von AlignCheck-Redaktion3 Min. LesezeitStand: 23. Juli 2026

Auf den Punkt

Bei einem Überbiss überdecken die oberen Frontzähne die unteren deutlich stärker als üblich. Ursachen können genetisch oder durch Gewohnheiten in der Kindheit bedingt sein – behandeln lässt sich das auf mehreren Wegen.

  • Oberkiefer deckt Unterkiefer stark ab
  • Genetisch oder erlernt
  • Mehrere Behandlungswege möglich
Inhalt dieses Artikels
  1. Was ist ein Überbiss?
  2. Wie entsteht ein Überbiss?
  3. Warum ein Überbiss behandelt werden sollte
  4. Welche Behandlungsoptionen gibt es?
  5. Überbiss und Aligner – für wen kann das infrage kommen?

Was ist ein Überbiss?

Von einem Überbiss spricht man, wenn die oberen Frontzähne die unteren beim Zusammenbeißen deutlich stärker überdecken, als es üblich ist. Ein kleines Maß an Überdeckung ist normal – erst wenn sie auffällig ausgeprägt ist, wird von einem Überbiss im engeren Sinn gesprochen. Umgangssprachlich wird der Begriff manchmal auch für einen vorstehenden Oberkiefer insgesamt verwendet. Wie stark eine Ausprägung vorliegt und ob sie überhaupt als behandlungsbedürftig gilt, lässt sich nur durch eine zahnärztliche Untersuchung feststellen.

Wie entsteht ein Überbiss?

Die Ursachen sind unterschiedlich und oft eine Kombination mehrerer Faktoren. Häufig spielt die Genetik eine Rolle – die Kiefergröße und -form werden zu einem guten Teil vererbt. Auch das Kieferwachstum im Kindes- und Jugendalter kann so verlaufen, dass Ober- und Unterkiefer nicht optimal zueinander passen. Daneben können Gewohnheiten aus der Kindheit begünstigend wirken, etwa langes Daumenlutschen, Schnullergebrauch über das übliche Alter hinaus oder bestimmte Zungenpositionen beim Schlucken. In den meisten Fällen lässt sich die genaue Ursache im Nachhinein nicht eindeutig einer einzelnen Sache zuordnen – wichtiger als die Ursachensuche ist ohnehin, wie mit dem vorliegenden Befund heute umgegangen wird.

Warum ein Überbiss behandelt werden sollte

Ob eine Behandlung sinnvoll ist, hängt vom Einzelfall ab. Bei einem ausgeprägten Überbiss können mit der Zeit verschiedene Belastungen entstehen: Die unteren Frontzähne können vermehrt auf das Zahnfleisch hinter den oberen Zähnen treffen, was zu Reizungen führen kann. Auch eine ungleichmäßige Verteilung der Kaukräfte auf die Frontzähne wäre denkbar, ebenso wie eine zusätzliche Belastung des Kiefergelenks. Diese möglichen Folgen treten nicht zwangsläufig ein und auch nicht in jedem Schweregrad – sie sind ein Grund, warum eine fachliche Einschätzung sinnvoll ist, statt eine Ausprägung auf sich beruhen zu lassen oder sie überzubewerten.

Welche Behandlungsoptionen gibt es?

Für die Korrektur eines Überbisses stehen grundsätzlich zwei Wege offen: die feste Zahnspange mit Brackets und Drähten sowie unsichtbare Zahnschienen, sogenannte Aligner. Feste Zahnspangen decken ein breiteres Spektrum an Ausprägungen ab, auch komplexere Befunde. Aligner können bei leichteren bis moderaten Ausprägungen eine Option sein und haben den Vorteil, dass sie herausnehmbar und im Alltag kaum sichtbar sind.

Gut zu wissen: Welche Methode infrage kommt, entscheidet nicht der persönliche Wunsch, sondern der zahnärztliche Befund. Nur eine Untersuchung vor Ort zeigt, wie stark ein Überbiss ausgeprägt ist und welcher Weg dafür geeignet wäre.

Überbiss und Aligner – für wen kann das infrage kommen?

Bei leichteren bis moderaten Ausprägungen eines Überbisses können Aligner eine Option sein, die sich gut in den Alltag einfügt – etwa weil sie zum Essen und Zähneputzen herausgenommen werden können. Ob das im individuellen Fall passt, kann jedoch ausschließlich die Zahnärztin oder der Zahnarzt nach einer Untersuchung beurteilen. Ein erster Schritt, um herauszufinden, ob eine Aligner-Behandlung für deinen Fall grundsätzlich infrage kommen könnte, ist eine unverbindliche Ersteinschätzung. Der Smile Finder von AlignCheck fragt dazu einige Angaben ab und vermittelt dich anschließend kostenlos an eine passende Partnerpraxis in deiner Nähe, die den Befund persönlich beurteilt.

Häufige Fragen

Ist ein Überbiss immer behandlungsbedürftig?

Nicht zwangsläufig. Manche Ausprägungen sind gering und verursachen keine Beschwerden. Ob eine Behandlung sinnvoll ist, entscheidet die Zahnärztin oder der Zahnarzt nach einer Untersuchung – nicht das Erscheinungsbild allein.

Kann ein Überbiss von selbst zurückgehen?

Bei Kindern kann sich das Kieferwachstum noch verändern, bei Erwachsenen bildet sich ein ausgeprägter Überbiss in der Regel nicht von selbst zurück. Eine fachliche Einschätzung gibt Klarheit über den individuellen Befund.

Reichen Aligner bei jedem Überbiss aus?

Das hängt vom Ausprägungsgrad ab. Aligner können bei leichteren bis moderaten Fällen infrage kommen, bei stärker ausgeprägten Befunden ist oft eine feste Zahnspange die passendere Option. Die Praxis beurteilt das nach einer Untersuchung.

Woran erkenne ich, ob ich einen Überbiss habe?

Ein Hinweis kann sein, dass die oberen Frontzähne die unteren beim Zusammenbeißen deutlich überdecken. Eine verlässliche Einschätzung liefert aber nur der Blick einer Zahnärztin oder eines Zahnarztes.

Quellen

  1. Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) – Patienteninformationen
  2. Bundeszahnärztekammer (BZÄK) – Patienten

AlignCheck-Redaktion

Zahnärztliche Prüfung ausstehendStand: 23. Juli 2026

Ob Aligner für dich geeignet sind, beurteilt ausschließlich die Zahnärztin oder der Zahnarzt in der Praxis. AlignCheck stellt keine Diagnose und behandelt nicht.

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